Über mich · Mein Weg

Vom Soldiner Kiez in die Klassenzimmer der Republik

Fadi Saad – Verstecke dich nicht, zeige Gesicht!

Meine Wurzeln im Soldiner Kiez

Meine Geschichte beginnt im Juli 1979. Gemeinsam mit meinen sieben Geschwistern wuchs ich in einer Zwei-Zimmer-Wohnung im Soldiner Kiez in Berlin-Wedding auf. Mein Leben war schon früh turbulent und verlief nicht immer so, wie meine Eltern es sich gewünscht hätten.

Seit 2002 bin ich mit einer Berlinerin hessischer Herkunft verheiratet. Gemeinsam haben wir drei Söhne.

Umwege und zweite Chance

Ich besuchte eine Hauptschule im Soldiner Kiez. Die Schulzeit war nicht einfach: Lernen machte mir wenig Freude, und in den letzten Schuljahren verbrachte ich mehr Zeit mit meinen Freunden als im Unterricht. Ich verließ die Schule mit dem Hauptschulabschluss, der heutigen Berufsbildungsreife.

Doch mein Weg ging weiter. 1996 holte ich meinen erweiterten Hauptschulabschluss nach. Im Jahr 2000 schloss ich meine Ausbildung zum Bürokaufmann erfolgreich ab. Diese Erfahrungen prägen meinen Blick auf junge Menschen und darauf, was eine zweite Chance bedeuten kann.

Vertrauen schaffen im Rollbergviertel

2002 begann ich beim Arabischen Kulturinstitut im Neuköllner Rollbergviertel als Kinder- und Jugendbetreuer zu arbeiten. Dort begleitete ich auch Jugendliche, die gefährdet waren, auf die schiefe Bahn zu geraten.

Die Arbeit war nicht immer leicht. Dennoch gelang es mir schnell, das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen zu gewinnen. Dieses Vertrauen war eine wichtige Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit.

Eine Begegnung in Paris

Nach den Ausschreitungen in den Pariser Vororten im Jahr 2005 durfte ich im Oktober 2006 die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel zum deutsch-französischen Ministertreffen in den Élysée-Palast begleiten.

Gruppenfoto mit Fadi Saad und Angela Merkel beim Ministertreffen in Paris
Deutsch-französisches Ministertreffen · Paris, 2006

Im Kiez und in den Klassenzimmern

Ab 2006 arbeitete ich im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als Quartiersmanager: zunächst im Körnerpark in Neukölln, später am Letteplatz in Reinickendorf und bis 2014 in Moabit-Ost.

Parallel wirkte ich am Aufbau der vertieften Berufsorientierung in Kreuzberg und Wedding mit. Ich unterrichtete Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Klassen an Haupt- und Realschulen. Junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, verbindet diese Stationen meiner Arbeit.

Fadi Saad bei der Arbeit mit Jugendlichen im Klassenzimmer
Berufsorientierung und Austausch mit Jugendlichen

Haltung zeigen und Zivilcourage stärken

Seit 2009 begleite und unterstütze ich die Goslarer Zivilcouragekampagne sowie den Weißen Ring. Integration, Gewaltprävention und Zivilcourage sind zentrale Themen meines Engagements – bei Lesungen, Veranstaltungen und im Gespräch mit jungen Menschen.

Mehr über die Goslarer Zivilcouragekampagne

Motiv der Goslarer Zivilcouragekampagne mit Fadi Saad: Verstecke dich nicht, zeige Gesicht!

Eine Würdigung meiner Arbeit

In der Würdigung von Günter Koschig werde ich als eines der bekannten Gesichter der Goslarer Zivilcouragekampagne beschrieben. Darin finden meine Lesungen an Schulen, meine Beiträge bei Zivilcourageehrungen und Veranstaltungen gegen Gewalt sowie meine Arbeit als Couragebotschafter besondere Anerkennung. Auch mein bundesweites Engagement als Referent zu Integration, Gewaltprävention und Zivilcourage wird hervorgehoben.

Nach einer Würdigung von Günter Koschig

Zu meinen Auszeichnungen →
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